So entstehen meine Bücher

Von der allerersten Idee, die ich mir in einem Notizbuch notiere, bis zum Druck eines Buches ist es oft ein langer Weg. Es vergehen viele Monate, manchmal sogar Jahre. Manche Geschichten entstehen in einem Zug, andere brauchen viel Zeit um zu reifen. Aber all das ist ok! Man sollte sich die Zeit geben.

Als ich vor zehn Jahren mein erstes Kinderbuch veröffentlichte, erfüllte sich für mich ein Traum. Schon als Kind liebte ich das Lesen in unserer kleinen Bibliothek im Dorf. Die Bücher entführten mich in eine Welt voller Magie, Zauber und es entstanden immer neue Bilder und Geschichten in meinem Kopf. Die Vision einmal selber Bücher zu schreiben, lies mich nicht los. Ich hielt an meinen Träumen fest. So durfte ich mittlerweile schon einige Projekte realisieren und es werden mit Sicherheit noch einige folgen.

Bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben des Textes beginne, ist die Geschichte eigentlich schon in meinem Kopf. Wenn ich mich dann an meinen Computer setze, fliegen die Finger auf der Tastatur wahrlich dahin. Dann gibt es kein Halten mehr. Gleichzeitig entstehen auch schon die Bilder dazu in meinem Kopf. Somit kann ich die Seitenanzahl auch immer schon gleich festlegen. Natürlich werden die Texte beim Korrektur lesen meist noch ein wenig umformuliert, gekürzt oder lebhafter erzählt.

Dann werden die Texte auf die Seiten verteilt. Ich mache mir die ersten Gedanken von welcher Perspektive ich die Bilder zeichne, was alles auf das Bild soll, wie die Farben harmonieren. Wichtig sind mir dabei die kleinen Details, damit Kinder beim Durchblättern immer wieder Neues entdecken können. Ich habe eigentlich meist immer klare Vorstellungen von meinen Figuren im Kopf. Meist male ich Landschaften und Orte mit Wiedererkennungswert. Dafür mache ich vorab Fotos.

Die realistischen Hauptfiguren male ich zuerst auf einen Skizzenblock und zeichne dann die Szenen, die ich mir vorstelle dazu. Auch hier gibt es oft mehrere Versionen. Anschließend wird die Skizze auf das Endmaß vergrößert, nochmals abgezeichnet und dann farbig ausgemalt. Ich benutze hierfür gerne Buntstifte, Aquarellfarbe oder Gouachefarben, oftmals mische ich die Techniken. Dabei behilflich ist mir immer wieder meine liebe Bekannte, Daniela Hofer, welche den Bildern Leben einhaucht. Wir ergänzen uns ohne Worte und sie malt genauso, wie ich es mir vorstelle. Es ist ein Segen, sie an meiner Seite zu haben.

Layout und Druck

Im Verlag wird das Layout dann zusammengeführt, der korrigierte Text wird eingesetzt und die Daten werden zur Druckerei geschickt. Nach einer letzten Überprüfung meinerseits, ob alles so ist, wie ich es gerne hätte, kann gedruckt werden. Das ist immer ein besonderer Moment!

Einige Wochen später kommen die fertigen Bücher dann bei mir an. Das erste Buch, das ich in die Hände bekomme bleibt dann „MEINIG´S“, denn so markiere ich es jedesmal. Aufregung, Freude und ein bisschen Stolz begleiten diesen Moment und das wird auch immer so bleiben.